Erbrecht | 12.12.2017

Erbrecht digital | Dirk Vollmer im FOCUS-Interview

Dirk Vollmer

Fachanwalt für Familienrecht

FOCUS-Interview zum Thema Erbrecht digital

 

Die aktuelle Ausgabe des FOCUS-Magazins widmet sich verschiedenen erbrechtlichen Themen. Unser Partner Dirk Vollmer, Fachanwalt für Familienrecht, bietet im lesenswerten Interview einen Einblick für digital natives – und für alle übrigen, die sich bereits vermehrt in der digitalen Welt bewegen.

Vieles in unserem Lebensumfeld ist digital. Bits und Bytes sind überall und haben manches Mal sogar einen beträchtlichen Wert. Ein Beispiel ist der Bitcoin-Schatz, der auf einer britischen Müllhalde vermutet wird. Jemand hatte von Jahren achtlos eine Festplatte weggeworfen, auf der sich 7500 Einheiten der digitalen Währung befanden. Aufgrund des aktuellen Mega-Hypes um dieses Kryptogeld entspricht das einem Wert von rund 95 Millionen Euro. Übrigens: der Schatz wird möglicherweise nicht gehoben, denn die Stadtverwaltung lehnt das aufwendige Umgraben der Müllhalde ab.

Alles digital – das Erbrecht steht vor neuen Herausforderungen

Die heutige Welt, in der sich immer mehr digital abspielt, stellt besondere Anforderungen an das Erbrecht. Eine testamentarische Verfügung, die trotz der Schnelllebigkeit der technischen Entwicklung und unserer Lebensgewohnheiten später alle Eventualitäten abdeckt, erscheint fast unmöglich mit den herkömmlichen Gestaltungsmitteln des Erbrechts. Besondere Schwierigkeiten gibt es bei der tatsächlichen Rechtsdurchsetzung (Stichwort: Facebook-Zugang für den Erben; Anm.: das KG Berlin entschied anders). Hier könnten möglicherweise klarstellende Ergänzungen im TKG oder in anderen Gesetzen helfen, um dem letzten Willen auch im Hinblick auf das digitale Erbe zur Geltung zu verhelfen.

Motive für eine Regelung zum digitalen Nachlass

Jeder sollte sich mit seinem Nachlass beschäftigen. Vielen ist gar nicht bewusst, dass digitaler Nachlass möglicherweise anders zu behandeln ist als der übrige Nachlass. Die Gestaltung eines Testaments sollte darauf abgestimmt sein. Auch wenn die Inhalte etwas moderner werden, für das eigenhändige Testament gilt immer noch die strenge Form, nämlich höchstpersönlich und handschriftlich verfasst.

Die Motive für eine erbrechtliche Regelung zum digitalen Nachlass können unterschiedlich sein: Dem einen ist z.B. wichtig, dass bestimmte Informationen geheim bleiben bzw. nach seinem Tode unter Verschluss bleiben oder zuverlässig vernichtet werden. Dem anderen ist möglicherweise das genaue Gegenteil wichtig, dass nämlich seine Daten erhalten bleiben und nach seinem Tode von bestimmten Personen weitergenutzt werden dürfen – und diese Personen sind vielleicht nicht zwangsläufig identisch mit dem/den „Erben“.

Wer sich entschlossen hat, hier eine erbrechtliche Regelung zu treffen, sollte sich unbedingt anwaltlich beraten lassen.

Unser Partner Rechtsanwalt Dirk Vollmer berät Sie gerne.

Tel. +49 (0)721 / 943 114-0

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