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Kindesunterhalt | neue Düsseldorfer Tabelle ab Januar 2019

von Dirk Vollmer | 10.12.2018

Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle

Wieviel Kindesunterhalt zu zahlen ist, bestimmt sich meistens in Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern. Die Düsseldorfer Tabelle ist zwar kein Gesetz, aber für die Praktiker ein wichtiges Hilfsmittel. Die Tabellenbeträge ändern sich erneut zum Jahreswechsel 2018/2019 und sodann nochmals zum 01.07.2019, wegen der in mehreren Stufen erfolgenden Kindergeld-Erhöhung.

Zuletzt erfolgten Anpassungen der Düsseldorfer Tabelle am 01.01.2015, am 01.08.2015, am 01.01.2016, 01.01.2017 und 01.01.2018. Lesen Sie hier alle Blogbeiträge zum Thema Düsseldorfer Tabelle.

Was ändert sich mit der neuen Tabelle von 2019?

Die neue Düsseldorfer Tabelle 2019 finden Sie hier.

Am Ende der Tabelle finden Sie die sog. Zahlbeträge, dort ist bereits das staatliche Kindergeld anteilig abgezogen.

Die Mindest-Zahlbeträge für den Kindesunterhalt in der jeweiligen Altersstufe betragen ab 01.01.2019 regelmäßig:
Für ein Kind bis 6 Jahre nun 257 Euro (bisher 251 Euro),
Für ein Kind bis 12 Jahre nun 309 Euro (bisher 302 Euro)
und für ein Kind bis 18 Jahre nun 379 Euro (bisher 370 Euro).

Ab 01.07.2019 regelmäßig:
Für ein Kind bis 6 Jahre dann 252 Euro,
Für ein Kind bis 12 Jahre dann 304 Euro,
und für ein Kind bis 18 Jahre dann 374 Euro.

Wodurch kann sich der Kindesunterhalt noch ändern?

Unabhängig von den immer wieder eintretenden Änderungen der jeweiligen Düsseldorfer Tabelle kann sich der im Einzelfall geschuldete Unterhalt unter anderem durch folgende Dinge ändern:

– Änderungen beim Betreuungsmodell, z.B. Beginn oder Beendigung des sog. Wechselmodells (bei gleichmäßiger Betreuung durch beide Elternteile entfällt zwar der klassische Kindesunterhalt, ab seine Stelle treten aber die Verpflichtung zur Ausgleichzahlung und bei beiden Eltern erhöhte Fixkosten)
– Hinzutreten weiterer Unterhaltsberechtigter, z.B. Geburt eines weiteren Kindes
– Volljährigkeit eines Kindes (Kindesunterhalt wird dann ggf. noch weiterhin geschuldet, aber nach ganz anderer Berechnung und vor allem sind dann beide Elternteile anteilig zur Zahlung verpflichtet)
– Wegfall eines Unterhaltsberechtigten
– aushäusige Unterbringung des Kindes, z.B. Kind wohnt dauerhaft im Internat oder bei Pflegeeltern
– Heirat des barunterhaltspflichtigen Elternteils
– Einkommensveränderungen beim Barunterhaltspflichtigen, erst Recht bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit
– Einkommen des Kindes (z.B. Ausbildungsvergütung oder Vermögenserträge nach Erbschaft/Schenkung)
– usw.

Wichtig: Änderungen beim Kindesunterhalt erfolgen automatisch, daher muss oft auch der Unterhaltstitel angepasst werden.

Unterhaltsverpflichtete sollten von Zeit zu Zeit durch einen Fachmann prüfen lassen, ob sie noch verpflichtet sind, Kindesunterhalt in bisheriger Höhe zu zahlen.

Das gilt erst Recht dann, wenn Kindesunterhalt (und möglicherweise auch zusätzlich Ehegattenunterhalt) „tituliert“ ist, also durch Urteil, Beschluss oder vollstreckbare Urkunde festgeschrieben ist. Sprechen Sie uns an.

Beim Thema Kindesunterhalt und bei allen übrigen Fragen zum Unterhaltsrecht bzw. Familienrecht ist Ihr Ansprechpartner Rechtsanwalt Dirk Vollmer, Fachanwalt für Familienrecht.

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Dirk Vollmer

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