Sportrecht | 07.05.2012

Boykott Fußball-EM 2012?

Dr. Markus H. Schneider

Fachanwalt für Handelsrecht und Gesellschaftsrecht

Politiker machen es sich gerne mal leicht. Der Sport wird als Vehikel benutzt, politische Themen zu transportieren. Und jetzt? Wird Julija Timoschenko freigelassen?

Im Gegenteil: Fronten – sofern es welche gibt – werden sich eher verhärten. Die Ukraine wird als souveräner Staat keine Einmischung dulden. Die Entscheidung der UEFA, die EM auch in die Ukraine zu vergeben – egal ob gewagt oder nicht – ist ohnehin gefallen. Ein Boykott der Spiele zöge immense Schadenersatzforderungen nach sich.

Boykott von Sportwettbewerben Mittel der Politik 

Bitte liebe Politiker, haltet die Politik aus dem Sport raus. Wenn ihr ihn schon nutzen möchtet, macht dies auf diplomatischem Weg. Die Veranstaltungen um die EM herum können viel besser zugunsten Frau Timoschenko genutzt werden, als das großspurig angekündigte Fernbleiben von Spitzenpolitikern.

Die Strippen werden doch eh hinter den Kulissen gezogen. Der Ball bei der EM wird letztlich auch ohne Merkel & Co. rollen. Die deutsche Nationalmannschaft wäre dann jedenfalls vor „Überraschungsbesuchen“ in der Kabine verschont.

Dr. Markus H. Schneider

Fachanwalt für Handelsrecht und Gesellschaftsrecht

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