Sportrecht | 31.05.2021

Einbürgerung – Anastasiya Winkel bei Olympia

Dr. Markus H. Schneider

Fachanwalt für Sportrecht und Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

Einbürgerung - Anastasiya Winkel segelt für Deutschland bei Olympia

Sportrecht ist bekanntermaßen eine Querschnittsmaterie. Auch das Einbürgerungsrecht gehört selbstverständlich dazu. Im Einverständnis mit unserer Mandantin dürfen wir die folgende (Rechts-) Geschichte um eine besonders spannende Einbürgerung erzählen:

Anastasyia Winkel hat sich in der 470er Bootsklasse für die Segelwettbewerbe bei den olympischen Sommerspielen in Tokyo mit ihrer Partnerin Luise Wanser qualifiziert. Die Segelwettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio sollen vom 25. Juli bis zum 4. August 2021 vor dem Yachthafen Enoshima ausgetragen werden. 

Sportliches Herzschlagfinale

In einem wahren Herzschlagfinale konnten sich Anastasyia und Luise mit einer Bootslänge gegen die direkte Konkurrenz aus Deutschland durchsetzen. Dass eine der Konkurrentinnen noch dazu Anastasyias Schwägerin ist, mag die Geschichte noch erzählenswerter machen, als der Umstand, dass sie mit der Schwägerin und deren Bruder, also ihrem Mann, der gleichfalls Segler der Spitzenklasse ist, eine WG teilt. Wie bitte? Häh? Scheint kompliziert, ist es aber ... äh ... nicht. Lesen Sie einfach diesen online veröffentlichten Artikel aus dem Hamburger Abendblatt. Wir durften die Geschichte der Einbürgerung jedenfalls juristisch begleiten.

Und was haben die schneideranwälte damit genau zu tun?

Nun, Frau Winkel ist auf meinen Blog aus dem Jahr 2018 zur Einbürgerung von Sportler*innen im öffentlichen Interesse aufmerksam geworden. Obwohl sie die ukrainische Staatsbürgerschaft besaß, konnte sie schon seit einiger Zeit international unter Deutscher Flagge erfolgreich starten. Ein Start bei Olympia setzt jedoch zwingend voraus, dass die Sportler auch die Staatsangehörigkeit des Landes besitzen, für das sie starten. Schon lange hatte sie sich um die Deutsche Staatsbürgerschaft bemüht. Allerdings gab es Schwierigkeiten.

Juristisches Herzschlagfinale

Mit unserer Unterstützung gelang es förmlich in letzter Sekunde, die Einbürgerungsurkunde zu bekommen. Dazu bedurfte es durchaus viel Kommunikation mit dem Deutschen Segelverband, der Deutschen Einbürgerungsbehörde und der Vertretung der Ukraine in Deutschland. Anastasyia darf bei der Olympiade für Deutschland starten.

Sportlerin und Sportanwalt in einem Boot

Dass die Einbürgerung gelingen sollte, war keineswegs evident. Aufwändige Telefonate, viel Recherche, viel Erfahrung im Umgang mit Behörden, Glück auf verständnisvolle Beamtinnen (Einbürgerungsbehörde Kiel, sailing city) zu stoßen und und und ... Aber ohne die fantastisch eingestellte Mandantin hätte das letztlich alles nichts gebracht. Unglaublich diese mentale Leistung von Anastasyia Winkel. Die brillanteste juristische Gesamtleistung bringt schlichtweg nichts, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt. Mit der Belastung einer offenen rechtlichen Auseinandersetzung per se zurecht zu kommen, ist schon eine Aufgabe. Gleichzeitig eine Olympiaqualifikation ... Hut ab.

Und wie läuft das mit der Einbürgerung?

Lesen Sie einfach noch einmal den Blog zur Einbürgerung von Sportler*innnen oder vereinbaren einen Beratungstermin bei mir. Wir unterstützen Sie gerne. Natürlich ist jeder Sachverhalt anders. Mit unserer Erfahrung und unserem Verständnis für Sportlerinnen und Sportler schauen wir nach den Möglichkeiten und nach dem besten Weg.

Daumen drücken für Olympia

Das sind ohnehin besondere Spiele. Sie werden stattfinden. Und wenn dann die Segelregatten laufen, dann sitzen die schneideranwälte Daumen drückend vor der Glotze. Go for gold Anastasyia.

Dr. Markus H. Schneider ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht. Seit Jahren hat er sich auf das Sportrecht spezialisiert und vertritt in diesem Kontext regelmäßig Sportlerinnen und Sportler im Rahmen ihrer Einbürgerungsverfahren.

Fragen zur Einbürgerung von Sportler*innen?

Vereinbaren Sie zuerst eine Erstberatung bei Dr. Schneider unter +49 721 943 114 15 oder schreiben uns unter office@schneideranwaelte.de.

Dr. Markus H. Schneider, Karlsruhe im Mai 2021

Dr. Markus H. Schneider

Fachanwalt für Sportrecht und Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

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