Sportrecht | 26.07.2012

Olympia 2012 – Wada landet Coup im Anti-Doping-Kampf

Dr. Markus H. Schneider

Fachanwalt für Handelsrecht und Gesellschaftsrecht

Das Sportereignis schlechthin steht vor der Tür. Olympia, in Europa, in London, Prime Time. Wir freuen uns auf schöne Spiele. Sie müssen aber sauber sein. Was das heißt? Dopingfrei. Und wer sorgt dafür? Die Wada, die Welt-Anti-Doping-Agentur. Da kam die Meldung über den Sportticker „Wada landet Coup – Neuer Test effektiv“ gerade recht. Wie beruhigend. Wada-Präsident John Fahey verkündete voller Stolz: „Wir haben unsere Technologien verbessert, auch die Methoden.“ Da mag man doch fast einige Sportler oder ihre Entourage heimlich kichern hören: „Wir auch!“ Sei’s drum. Ober-Doping-Jäger Fahey warnt die Sportler: „Eine große Wolke schwebt über ihrem Kopf.“ Das kann im regenreichen London natürlich durchaus sein.

Tatsächlich haben der erwischte Doping-Sünder und die erwischte Doping-Sünderin nicht wirklich Freude: Aberkennung von Titeln, Sperren, strafrechtliche Verfolgung, Schadenersatzforderungen von Sponsoren. Da scheint der Verlust des Ansehens vergleichsweise harmlos. Der weltweite Anti-Doping-Kampf hat jedenfalls erheblich abschreckende Wirkung.

Dass die Jagd nach den gedopten Athleten durchaus die ein oder andere rechtsstaatliche Frage aufwirft, wird halt hingenommen. ADAMS, das Anti-Doping-Management-System, verlangt von den Hochleistungsathleten viel, nämlich eine lückenlose (!) Online-Aufenthaltskontrolle. Datenschutz? Ach was. Wer nicht dopt, hat nichts zu verbergen. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz Peter Schaar sieht das durchaus zu Recht anders und stellt sogar die Wahrung der Menschenwürde in Frage. Starker Tobak. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Ihr Athletinnen und Athleten. Bleibt sauber, ist auch viel gesünder. Die Wada oder ihr deutscher Ableger Nada sehen alles. Und wo die Fußballer noch über den Chip im Ball diskutieren, ist der Chip in der Medaille vielleicht längst platziert. Sollte doch mal über einen „verunreinigten“ Elektrolyt-Saft oder die Zahnpasta versehentlich etwas ins teure Blut gelangen, fragt schnell den Anwalt oder die Anwältin Eures Vertrauens. Ohne Rechtsbeistand wird es in jedem Fall ganz schnell mehr als ärgerlich. Also, weder den Ärger noch Dopingmittel runterschlucken, anrufen!

Dr. Markus H. Schneider

Fachanwalt für Handelsrecht und Gesellschaftsrecht

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